The Little Black Jacket Berlin

lola
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Der Klassiker von Chanel ganz groß.

Die Ausstellung "The Little Black Jacket" von Chanel macht gerade halt in Berlin. Nach Tokio, New York, Taipeh, Hong Kong, London, Moskau, Sidney und Paris kommen die Fotos rund um das schwarze Jäckchen von Coco Chanel nun endlich auch in die Hauptstadt. Gestylt von Carine Roitfeld und fotografiert von Karl Lagerfeld zeigen die populären Trägerinnen und Träger der Jacke, wie wandlungsfähig und modern das knapp 60 Jahre alte Tweedjäckchen ist. Anfang der 50er Jahre war der androgyne, kastenartige Schnitt, der schwere Stoff und die praktischen Taschen etwas vollkommen anderes, als der damals durch Christian Dior in Mode gekommene New Look mit seinen weiblichen, fließenden Linien und der Wespentaille. Das machte Coco allerdings gar nichts aus. Im Gegenteil, sie hatte darauf schlicht die Worte "Fashion passes, sytle remains" parat. Sie machte Mode für selbstbewusste Frauen, die mit den maskulinen Schnitten von Chanels Entwürfen und der eigenen Weiblichkeit zu spielen wussten. Sie machte letztlich Mode, die immer modern bleiben würde und von jedermann getragen werden kann. Das beweisen auch die Bilder von Karl Lagerfeld.

 

 

 

 

 

 

 

Allen Modeverliebten und Fans von Kaiser Karls Arbeit sei die Ausstellung wärmstens ans Herz gelegt. Sie ist noch bis zum 14. Dezember in dem ehemaligen U-Bahn-Tunnel der U3 am Potsdamer Platz zu bewundern und das völlig kostenlos. Warum also noch zögern? Auf auf.

 

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    LOLA

    Modemädchen durch und durch.

    Minimal Chic und New Sports ist ihr Metier, über Normcore und andere Phänomene der Mode kann sie nickend Romane erzählen und trotz Totalausfall beim Anblick der neuesten Laufstegbilder und Lookbooks ist die Dame nicht auf das Köpfchen gefallen. Lola liebt Kopenhagen und Kafka, hat eine Schwäche für Männermode und Musikhits, ist aber auch für Kunst und Kitsch zu haben.