INSTAMAG #39. UNSERE WOCHE IN BILDERN.

laura
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Alles eine Sache der Perspektive.

Es lässt sich nicht leugnen, der Sommer hat seinen Höhepunkt hinter sich und allmählich werden die Tage wieder kürzer. Für lange Abende im Freien packen wir inzwischen doch lieber wieder zusätzlich einen warmen Pullover ein und unsere Füße stecken wir wieder in schwitzige Turnschuhe statt in luftige Sandalen. Auch der strahlende Sonnenschein hat uns in der vergangenen Woche ein wenig im Stich gelassen. Und ohne das wir es so wirklich wollten oder überhaupt schon dazu bereit gewesen wären, hat sich doch ein erster Anflug von Herbststimmung bei uns breit gemacht. Es fühlt sich an, als ginge etwas zu Ende. Etwas Unbestimmtes, das wir irgendwie gar nicht so richtig benennen können. Die Veränderung sitzt uns im Nacken und führt uns bei jeder passenden Gelegenheit nur zu gerne unsere eigene Endlichkeit vor. Ein Augenblick, den wir jetzt gerade noch erleben und an dem wir uns erfreuen, wird im nächsten Moment schon zur Erinnerung. So gerne wir uns aber auch daran klammern würden, am Ende wir wissen doch, dass wir ihn nicht festhalten können. Das Alte geht, das Neue wartet bereits hinter der nächsten Ecke auf uns. Und auch wenn wir sonst unsere Neugierde auf das Unbekannte kaum Zügeln können, haben wir jetzt eigentlich so gar keine Lust darauf. Wir können und wollen einfach noch nicht daran denken, dass dieser wundervolle Schwebezustand, in dem wir uns gerade befinden, irgendwann vergehen wird und die Schwerkraft, die sich Alltag schimpft, uns mit einem Ruck zurück auf den Boden der Tatsachen zieht. Der Traum ist manchmal einfach schöner als die Realität. Mit dieser Ansicht stehen wir sicher nicht alleine da. Doch egal, wie wir es drehen und wenden, am Ende bleibt uns nichts anderes übrig, als den Wandel zu akzeptieren. Auch die fetten Tage sind einmal vorbei. Der Trick besteht am wohl einfach darin, sie in vollem Maße zu genießen.

 

Und so haben wir auch diese Woche wieder alles daran gesetzt, uns an den vielen kleinen Dingen um uns herum zu erfreuen. Wir schwelgen in Erinnerungen, sperren die Melancholie im Keller ein und betrachten die Welt aus unserer eigenen Perspektive. Dabei verkneifen wir uns auch im größten Trubel eine kleine Belohnung nicht. Lilly hängt mit dem Kopf noch immer sehnsüchtig den Tagen in Kopenhagen nach, auch wenn es sie inzwischen schon wieder ins tiefe Bayern, genauer gesagt nach München, verschlagen hat. Ähnlich geht es auch Lola, deren Herz zwischen Kopenhagen und Berlin am meisten doch an ihrer geliebten Heimat Leipzig hängt. Lari und Sandra hat es unterdessen Richtung Hamburg gezogen, wo sie auf dem Dockville den Festivalsommer in völlen Zügen genießen. Ich dagegen habe mir diese Woche eine gehörige Portion Frankfurt gegönnt, alles aus der ganz eigenen Perspektive betrachtet, versteht sich. Und so feiert man schon einmal unter der bunt beleuchteten Baumkrone einer Trauerweide oder kuschelt sich bei Regen und Sturm faul daheim auf dem Sofa ein.


Und so beenden wir die Woche, wie wir sie angefangen haben, im Kreis lieber Menschen, die gemeinsam mit uns die Welt auf ihre ganz eigene Art und Weise ein wenig anders zu betrachten scheinen, als der große Rest. Euch einen schönen Sonntag, getreu dem Motto des guten, alten Goethe: „Augenblick verweile doch!“

 

Lari | @endofdaze

 

#1 Hipster Mom.
#2 Mein Kaffeeersatz.
#3 Das Geheimrezept von Haim: Lange Haare.
#4 Kleiderkreisel @ Dockville.

 

Sandra | @heavensdarling

 

#1 Gruselig.
#2 FOALS!
#3 Hallo Hamburg, Hallo Dockville.
#4 Hach.

 

Laura | @laura_nanatique

 

#1 Dancing under the Tree.

#2 Home sweet Home.

#3 Irgendeine Schraube ist immer locker.

#4 One Minute Sculpture: Being Art, being an Erwin Wurm.

 

Lilly | @bonnieandkleidblog

 

#1 Old Meatpacking District
#2 Feed me Mother
#3 Ach, Kopenhagen!
#4 Lieblingsblouson

 

Lola | @lola_loud

 

#1 Endlich wieder Leipziger Mittwochabende.
#2 Dänische Leckerbissen.
#3 Berlin, hello again!
#4 Flashback: Kopenhagener Freitagsparkabhänger. 

 

    AUTHOR:
    LAURA SODANO

    Lebe lieber ungewöhnlich.

    Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par Exellence klingen mag, ist für sie selbstverständlich. Die Dame, die mindestens so gerne und schnell redet, wie sie denkt, sprudelt nur so vor kreativem Kopfchaos, von dem ihr Umfeld selten verschont bleibt. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit pointierter Artikulation ihre Waffe. Schokolade ihr Laster. Bei Mode und Literatur setzt ihr Verstand nur zu gerne aus.