Sieben Sachen: Breakup Floskeln

Robert
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gossip
Die sich keiner von uns zumuten muss.
 

Es gibt Dinge, die sind so ausgelutscht, wie der Schwanz eines schwulen Zuhälters. Keiner will sie mehr hören oder sehen oder schmecken… und dennoch werden sie immer wieder aufgerollt. Wie beispielsweise Miley Cyrus’ Twerking bei den diesjährigen VMAs oder Sandra Bullock’s Ex-Mann, der sie nach Strich und Faden beschissen hat.

Dann gibt es da noch Dinge, die sind zwar ausgelutscht und wir alle haben sie satt, dennoch gibt es kein Entrinnen, sie immer mal wieder zu hören… oder zu fühlen. Manchmal treffen sie uns so stark, dass wir Nächte damit verbringen, uns die Augen auszuheulen (ihr wahrscheinlich, ich weine nicht. Wahre Männer weinen nicht mal, wenn man ihnen den Brustkorb aufschlitzt!) und darüber nachzudenken, wie es so weit kommen konnte. Dies, obwohl wir uns in genau diesen Situationen einfach nur umdrehen und sagen sollten: “Screw you, asshole” oder “Don’t you worry ‘bout me baby.”

 

In diesem Sinne kommen hier nun die sieben lahmsten, meist gehörtesten und dennoch herzzerreißend schmerzenden Breakup Floskeln, die in uns das Gefühl erwecken, den Bastard einfach nur erschießen lassen zu wollen.

 

eins. Es liegt nicht an dir, es liegt an mir.
Ehm. Klar. Klassiker und so. Kommen ja angeblich nie aus der Mode. Um ehrlich zu sein, habe ich diesen Satz erst einmal in Real Life gehört - aus der Erzählung einer Freundin. Schon diese Erzählung war mindestens genau so schön, wie sich Carrie Bradshaw in Season 6 - Episode 6 gefühlt haben muss, als sie das Post-It von Burger entdeckte. I Can't - Don't Hate Me - I'm Sorry. Fuck You. Klar liegt es an dir. Du bist zu blöd, um zu erkennen, was du eigentlich verpasst.

 

zwei. Ich liebe dich nicht mehr.
Okay. Klar. Seit wann genau?!

 

drei. Ich habe jemanden kennengelernt.
Ahja? Wann genau? Das eine Mal, als du meintest, du musst so lange warten? Oder das andere Mal, als du zwei Stunden auf Facebook hingst und ich mich gefragt habe, ob du alle zwei Minuten deinen Status updatest und nur ich das nicht mitbekomme, weil Facebook gerade wohl spinnt. Nur bei mir natürlich. Refresh. Refresh. Refresh.

 

vier. Können wir bitte Freunde bleiben?
Haha. Nein. Danke.

 

fünf. Du hast jemanden verdient, der dich besser behandelt. / Du hast jemand besseren verdient.
Habe ich? Nun, du könntest dich auch einfach mal zusammenreißen und mich so behandeln, wie du denkst, dass man mich behandeln muss, wenn man Wert darauf legt, mich in seinem Leben zu haben.

 

sechs. Ich glaube, ich bin nicht dafür geschaffen, eine Beziehung zu führen.
Mit dir? Mit mir? Oder generell keine Beziehung, die über Blow Jobs, Sex Dates und One Night Stands hinausgeht?
Erst einmal gehört, aber das eine Mal war ein Highlight in meinem Leben. Ich habe beschlossen, dass, wenn ich jemals eine dieser Floskeln loslasse, es definitiv diese sein wird. Stilvoll, auf den Punkt und reif für eine Therapie.

 

sieben. Ich brauche ein wenig Zeit für mich selbst.
Wie lange? Einen Tag? Eine Woche? Einen Monat? Ein Jahr? Von nun an jeden Tag? Ein wenig spezifischer darf es schon sein.

Zeit für mich selbst brauche ich im Übrigen auch. Das heißt nicht, dass man mit jemandem Schluss machen muss. Ich, für meinen Teil, bin noch immer dafür, einfach ehrlich und direkt mit der Situation umzugehen: Du bringst es nicht. Du machst mich fertig. Du bist einfach langweilig. Du bist schlimmer als Hitler. Du. Du. Du. Nicht ich. DU.

 

XO,
Robert
 

    AUTHOR:
    ROBERT RJ SCHERMANN

    Versteht nur Prada.

    Dies jedoch fließend, neben Burberry und VOGUE. Seine Texte entstehen immer in spontanen Situationen und zumeist auch bei Alkohol. Mode ist für ihn kein Wort, sondern ein Lifestyle, eine Entscheidung, die man lebt und atmet. In diesem Sinne gibt es für ihn, neben der Eroberung der Welt, vor allem ein Ziel – die Chefredaktion der amerikanischen VOGUE.