Musikcwatch: Adna

laura
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Zwischen den Emotionen wandeln

Es gibt Stimmen, die verzaubern einen beim ersten Ton, ziehen einen in ihren Bann und lassen einen von da an nur schwer wieder los. Adna ist so eine Stimme. Die Schwedin mit bosnischen Wurzeln ist gerade einmal 20 Jahre alt und veröffentlichte just ihr Debütalbum „Night“, das irgendwo zwischen euphorischen Momenten und grenzenloser Melancholie changiert, bei dem die Emotionen im einen Moment überschäumen, nur um im nächsten wieder einer grenzenlosen Apathie zu weichen. Die Texte wirken wie Träume in der Nacht, getrieben ohne dabei den Kopf zu verlieren. Klaviertöne, Gitarrenklänge und Percussions unterstreichen diese atmosphärische Unbestimmtheit und harmonieren dabei so wunderbar mit ihrem klangvollen Gesang.

 

Bereits mit 15 schrieb Adna ihren ersten eigenen Song. Trotzdem sieht sie sich längst nicht als Wunderkind, dem die Passion für Musik in die Wiege gelegt worden ist. Zwar besucht das Mädchen, dessen Eltern einst als bosnische Kriegsflüchtlinge nach Schweden geflohen sind, eine Schule mit starkem musischen Bezug. Die wirkliche Leidenschaft wächst aber erst mit den Jahren nach und nach heran. Als später die schwedische Regierung anklopft, um Adna ein Musikstipendium anzubieten, will sie anfangs sogar nicht einmal glauben, dass diese Nachricht wirklich für sie bestimmt sei.

 

Doch es ist wie es ist. Und so hat sie nun die Möglichkeit sich ganz auf ihr erstes Album zu konzentrieren. Sie schreibt es in gerade einmal fünf Nächten und tut sich für die Produktion mit Größen wie Samuel Lindberg, Ida Redig und Henrik Alsér zusammen. 

 

Inzwischen lebt sie in Berlin, wo sie u.a. am 13. November im Fluxbau spielt. Wir legen euch diesen Termin wärmstens an Herz und sind uns fast sicher, dassihr selbiges auf Anhieb an die Dame verliert. 

 

 

 

    AUTHOR:
    LAURA SODANO

    Lebe lieber ungewöhnlich.

    Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par Exellence klingen mag, ist für sie selbstverständlich. Die Dame, die mindestens so gerne und schnell redet, wie sie denkt, sprudelt nur so vor kreativem Kopfchaos, von dem ihr Umfeld selten verschont bleibt. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit pointierter Artikulation ihre Waffe. Schokolade ihr Laster. Bei Mode und Literatur setzt ihr Verstand nur zu gerne aus.