MBFW STHLM: Cheap Monday AW13

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Bunte Haare und Netzshirts in Turnhallenatmosphäre.
© Kristian Löveborg

Letzte Woche waren Stockholm und Kopenhagen Schauplatz der Mercedes-Benz Fashion Week, bei der die Kollektionen für AW 13/14 gezeigt wurden. Da keine von uns Zeit oder Geld hatte, um hoch zu fliegen, blieben wir alle zu Hause und haben die Schauen online fleißig mitverfolgt. Im Laufe dieser Woche stellt euch jede von uns ihre liebste Kollektion vor. 

 

Seit ich in Stockholm gewohnt habe, führe ich eine innige Liebesbeziehung mit dem schwedischen Denim-Label Cheap Monday, das mittlerweile viel mehr macht als lediglich Jeans. Wie immer wurden die Besucher zu einer besonderen Location gekarrt, diesmal in eine alte Schule, nicht weit entfernt von Berns. Es herrscht Turnhallenatmosphäre deluxe. Man kann förmlich die Schweißfüße der fußballspielenden Jungs riechen. Na gut, wahrscheinlich übertreibe ich gerade ein wenig. Doch man hört quietschende Schuhsohlen über die Lautsprecher und sieht Markierungen auf dem Boden. 

 

 

 

Die Kollektion steht unter dem Thema "Artificial Grunge" und war auch an den Stücken, welche die Models am Leib trugen, sofort zu erkennen. Nichts passte zusammen. Viele verschiedene Looks wurden bunt zusammengewürfelt und ergeben dann, in tausenden Lagen übereinander gelegt, irgendwie doch eine interessante Wirkung. Strickpullis und Spitzenleggings, Netzshirts und Karohemden, flauschige Pullis und zerrissene Jeans. Dazu trägt man zu dünnen Zöpfchen geflochtene Haare oder einen bunt gefärbten Pony. Ich find's herrlich. Denn ganz viele solcher Teile besitze ich auch. Ganz tief hinten in meinem Kleiderschrank, mit Staub umhüllt und vor neugierigen Blicken sicher geschützt. Jahrelang habe ich mich für deren Besitz geschämt. Doch nun scheinen Netzshirts und so ja wieder irgendwie en vogue zu sein. Gut für mich. Ich habe wohl schon vor Jahren ein gutes Gespür für kommende Trends bewiesen.

 

 

 

    AUTHOR:
    MIKA

    8 out of 10 cats say she's funny as hell.

    So Kinder, das hier ist Mika (aka Lilly Rocket). Das Fräulein ist irgendwas über zwanzig, halbe Finnin und als sie klein war, wollte sie später Seeräuber werden. Aus den Abenteuern auf hoher See wurde leider nichts und so gilt ihre Liebe heute essenziell wichtigen Dingen wie Mode und Mädchenkram, Reisen und trashigen Analogfotografien, Burgern und Eiscreme, Luftballons und Seifenblasen.