LDN FW: Burberry Prorsum AW13

laura
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fashion
Zwischen animalisch hochgeschlossener Transparenz
Bilder via style.com


 


Die Show des englischen Traditionslabels Burberry Prorsum gehört immer wieder zu den absoluten Favoriten der LDN FW. Bereits Tage vorher fiebere ich dem knapp 15 Minütigen Livestream entgegen, dessen Abschluss jedes Mal aufs Neue einen besonderen Augenschmauß bietet.
Faszinierte uns Chefdesigner Christoph Bailey in der vergangenen Frühjahr-/Sommersaison noch mit knalligen Bonbonfarben, geht es bei Burberry im Herbst/Winter 13/14 um einiges gedeckter zu.
Beige und Rot, in verschiedenen Nuancen, dominieren. Dazwischen mischen sich Schwarz, Weiß und tiefdunkles Blau.



Und soviel steht fest: Es wird wild und animalisch. Tierprints allover, lautet das Motto für die Kollektion AW 13/14. Dabei finden nicht nur die altbekannten All-Time-Favourites wie Tiger- oder Leoprint ihre Interpration. Ganz im Gegenteil: Es scheint, als seien der Inszenierung von Tierhaut keine Grenzen gesetzt, wenn sich auf einmal auch noch Zebralook, Vogelgefieder und Kuhlfeckenoptik hinzugesellen. Das Ergebnis ist wild ohne dabei aufdringlich zu sein - eine Kunst, die wohl kaum ein Label so gut beherrscht wie Burberry. Zum animalischen Überthema, fallen außerdem noch drei weitere Trends ins Auge: Metallic-Elemente, vor allem in Form geradliniger Gürtel oder Ärmelapplikationen, scheinen etwas zu sein, um das man absolut nicht mehr herumkommt. Das haben bereits deutsche Designer wie Dawid Tomaszewski auf der MBFWB gezeigt. Dazu gesellt sich ein Spiel mit Transparenz: Feste, gummiartige Materialien, denen einen Hauch von 60ies Flair inhärent ist, veredeln entweder einzelne Partien oder präsentieren sich direkt großflächig, zum Beispiel in Form von knielangen Bleistiftröcken. Zum dritten wird es bei Burberry schließlich romantisch. Die kalte Jahreszit steht ganz klar im Zeichen von Liebe: Herzen finden sich auf Blusen, auf Hemden, Röcken, Kleidern und Shirts. Und auch vor den Herren macht der verspielt feminine Look in der kommenden Saison nicht Halt. Denn auch Mann darf gerne auch ein wenig Herz auf der Brust zeigen.



Schließlich sei an dieser Stelle noch einmal auf den obligatorischen Trenchcoat verweisen, der natürlich! auch dieses Mal seinen großen Auftritt hatte. (Ist ja klar, schließlich reden wir mit Burberry sozusagen von der Mutter des zeitlosen Trendmantels). Auch in diesem Bereich wartete Bailey mit der ein oder anderen Neuinterpreation auf, die einmal mehr gekonnt die Brücke schlägt, zwischen klassischer Zeitlosigkeit und Trendgespür.




 



 



 



 

    AUTHOR:
    LAURA SODANO

    Lebe lieber ungewöhnlich.

    Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par Exellence klingen mag, ist für sie selbstverständlich. Die Dame, die mindestens so gerne und schnell redet, wie sie denkt, sprudelt nur so vor kreativem Kopfchaos, von dem ihr Umfeld selten verschont bleibt. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit pointierter Artikulation ihre Waffe. Schokolade ihr Laster. Bei Mode und Literatur setzt ihr Verstand nur zu gerne aus.