Labelwatch: Ucon Acrobatics

lola
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fashion
Hallo, urbane Gelassenheit.

Die German Press Days liegen einige Wochen zurück und gerade durchstöbern wir nach und nach den Schub an Neuentdeckungen auf neue Labels mit Lieblingspotenzial. In ein Label haben wir uns dabei bereits direkt im Showroom verguckt: Ucon Acrobatics. Warum? Weil reduzierte Casual-Teile in geradlinigen Schnitten auf unaufgeregt frische Farben und interessante Muster treffen. Besonders die Styles für die Herren der Schöpfung haben es uns angetan, weil in den Looks ein Hauch skandinavischer Gelassenheit à la Soulland und Wood Wood mitschwingt. 

 

Deswegen haben wir uns das Lookbook und die Kollektion für den kommenden Sommer etwas genauer angesehen und können eines resumieren: Daumen hoch! An Hemden-Shorts-Kombinationen können wir uns ohnehin nicht satt sehen und das schon gar nicht, wenn sie so lässig daherkommen wie hier. Was wir allerdings noch cooler finden, sind die gemusterten Hemden zu den passend gemusterten Hosen in lang. Oder überhaupt Kombinationen, die sich in der gleichen Farbwelt von minimal verschiedenen Blaunuancen etc. bewegen. Wir wollen von Kopf bis Fuß eine ähnlich angetrichene Leinwand sein, moderne Städtegirls bzw. -boys in uniformähnlichen Zweiteilern. Und ja, da ist sie wieder, die Zweiteilerliebe. Warum es uns gerade dieses Phänomen so angetan hat, können wir gar nicht so exakt sagen. Vielleicht ist es das Unkomplizierte, da man einfach in zwei identisch gefärbte Stoffe schlüpfen kann und dabei so schnieke aussieht. Oder aber der Fakt, dass dies uns noch aus unserer Kindheit bestens bekannt ist - die 90er waren doch immerhin auch das Twin Set-Jahrzehnt, oder? Auch die Adaption des mittlerweile typischen Männerlooks auf die weibliche Protagonistin des Lookbooks finden wir einfach nur très chic! 

 

 

 

 

 

 

So skandinavisch gelassen die Kollektion ist - bei Ucon Acrobatics handelt es sich um eine echte Berliner Schnauze. Das Label wurde 2001 von Jochen Smuda und Martin Fussenegger ins Leben gerufen und steht seitdem für cleanen Streetstyle und hochwertige Verarbeitung ohne Kompromisse. Die beiden legen vor allem Wert auf eigens angefertigte, individuelle Materialien, perfekte Schnitte und Details mit dem gewissen Etwas. Und auf das urbane Lebensgefühl: „Life in the city is something we've learnt to embrace. Appreciating the variety: a kaleidoscope of cultures all in one place. It's the little things that others might pass by in the blink of an eye that keeps us inspired. Daily tasks are adventures to be lived, not problems to be solved.We aspire to move easy. Balancing our everyday whilst challenging our ideas to evolve. Never compromising on quality or our values as individuals."

 

Noch ein Liebhaberfact: Jede Kollektion wird von einem Artist Feature begleitet, bei dem mit aufstrebenden Künstlern zusammengearbeitet wird. Dieses Mal ist es Designer Till Wiedeck von HelloMe, der die Pop-Art-angehauchten Stücke auf dem unteren Bild mitentworfen hat. Kunst und Mode vereint? Was könnte es Besseres geben! Wir legen euch das Label jedenfalls sehr ans Herz. Schaut doch einfach mal online vorbei. 

 

 

 

 

    AUTHOR:
    LOLA

    Modemädchen durch und durch.

    Minimal Chic und New Sports ist ihr Metier, über Normcore und andere Phänomene der Mode kann sie nickend Romane erzählen und trotz Totalausfall beim Anblick der neuesten Laufstegbilder und Lookbooks ist die Dame nicht auf das Köpfchen gefallen. Lola liebt Kopenhagen und Kafka, hat eine Schwäche für Männermode und Musikhits, ist aber auch für Kunst und Kitsch zu haben.