Labelwatch: Black Milk

mika
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fashion
Über die bedingungslose Liebe zu Stretch.
© Black Milk

Black Milk ist eines dieser Labels, die man einfach großartig finden muss. Ich zumindest bin ein Fan der ersten Stunde. Und jetzt mal ganz ehrlich - wie könnte ich Leggings mit Comicaufdruck oder Badeanzüge mit Star Wars Motiven nicht lieben? Na eben. Die Entstehungsgeschichte gibt dem Label dann noch zusätzliche Sympathiepunkte. Der Mann, der pleite war wie sonst was und sich lieber von Mangos auf seinem Baum ernährte, damit er das Geld in verrückte Stoffe mit hohem Stretchanteil investieren konnte. Wer sich als Typ dann auch noch zwischen alten Omis und einem Haufen Hausfrauen in einen Nähkurs setzt, der hat den Erfolg wirklich verdient.

 

 

Die ersten Stücke, die Monsieur James fertigte, waren Leggings. Bis heute bilden diese den größten Teil der Kollektionen. Und hier bleibt wirklich kein Wunsch unerfüllt. Ein wenig Fastfood fürs Bein gefällig? Kein Problem. Kriegsszenarien, bunte Pillen oder Kirchenfenster? Alles zu bekommen. Der Preis für ein solches Beinkleid ist meiner Meinung nach zwar etwas happig, aber für besondere Dinge greift man dann doch gerne mal etwas tiefer in die Geldbörse.

 

 

 

Bei den Badeklamotten findet sich dann nicht weniger Verrücktes. Mein absoluter Favorit ist natürlich der Gameboy Badeanzug, der mich so stark an meine Kindheit erinnert, in der ich eifrig Batman und Tetris auf dem kleinen, pixeligen Display gespielt habe. Doch auch der Flamingo Schwimmanzug ist nicht von schlechten Eltern. Der ist so hässlich, dass er schon wieder richtig cool ist. Die Badeanzüge sind eigentlich auch viel zu schade, um sie nur im Sommer zu tragen. Mit Rock oder Hose kombiniert würde ich sie ganzjährig abends in die Clubs ausführen.

 

 

 

Und so wurden die Kollektionen dann um Kleider ergänzt, die ebenso mit etlichen Aufdrucken zu haben sind und am besten nie mehr auszuziehen sind. Hach, eine schöne, bunte Welt hat der da Herr geschaffen, die mich in arge Entscheidungsschwierigkeiten bringt und mich noch irgendwann in den Ruin treiben wird.

 

 

 

Und weil Frauen ja bekanntlich auch immens viel Kohle für Schuhe ausgeben, hat der findige Herr auch noch eine Zusammenarbeit mit Jeffrey Campbell gestartet. Nun können also auch Comics oder Galaxyprints am weiblichen Fuß spazieren getragen werden.

 

Wer ausgefallene Dinge mag, wird bei Black Milk mit Sicherheit fündig werden. Und falls jemand ein paar Euros zu viel auf der hohen Kante liegen hat und nicht weiß, wie er diese am besten loswerden kann - da wären so einige Leggings auf meiner Wunschliste, die ich nur zu gerne hätte...

 

    AUTHOR:
    MIKA

    8 out of 10 cats say she's funny as hell.

    So Kinder, das hier ist Mika (aka Lilly Rocket). Das Fräulein ist irgendwas über zwanzig, halbe Finnin und als sie klein war, wollte sie später Seeräuber werden. Aus den Abenteuern auf hoher See wurde leider nichts und so gilt ihre Liebe heute essenziell wichtigen Dingen wie Mode und Mädchenkram, Reisen und trashigen Analogfotografien, Burgern und Eiscreme, Luftballons und Seifenblasen.