Krempel der Woche: Homophobie

mika
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Mundpropaganda: Gentlemen gegen Homophobie.
© Felix Krüger für GQ

Aufgepasst, wir können hier auch mal ernstere Töne anschlagen und mit erhobenem Zeigefinger ein paar Worte predigen. Vor allem, wenn sie dringend nötig sind. Denn auch wir haben die Schnauze gestrichen voll von dieser elendigen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit. Da würde man meinen, dass die Welt im Jahre 2013 so weit fortgeschritten ist, dass man sich um solche Themen keine Gedanken mehr machen muss. Doch dann tauchen tatsächlich solch elendige Idioten, wie dieser gruselige Typ da in Russland, auf der Bildfläche auf, die ich am liebsten mit einem Stock grün und blau schlagen würde. Ich meine, wie kann man nur?! Ich würde so gerne ein nettes, kleines Häufchen machen, in eine Tüte stecken, anzünden und dann an seiner Haustüre klingeln. Weil er es nicht anders verdient hat. Arschloch.

 

Ich schäme mich dafür, in einer Welt aufzuwachsen, in der solche Dinge überhaupt noch diskutiert werden müssen. Jemand ist schwul oder lesbisch? So what. Jeder, wie er will und sich wohl fühlt. Es war also mehr als an der Zeit, ein Zeichen gegen diese Bewegung zu setzen. Eines, das große Kreise zieht, die Menschen bewegt und zum Reden veranlasst.

Beide Daumen hoch deshalb für das Männermagazin GQ, das in der morgigen Dezemberausgabe die Fotostrecke von Felix Krüger namens "Mundpropaganda - Gentlemen gegen Homophobie" abdruckt. Frei nach dem Motto "auch wir könnten schwul sein..." knutschen hier Mitglieder von Revolverheld und Fettes Brot, Kostja Ullmann und Ken Duken, Herbert Grönemeyer und August Diehl, Moses Pelham und Thomas D, sowie die Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann. 13 Gentlemen, die einmal den Mittelfinger Richtung Russland und all die anderen Länder dieser Welt erheben, in denen Menschen, welche die gleichgeschlechtliche Liebe bevorzugen, schikaniert, gedemütigt und sogar dafür bestraft werden. 

 

"Intoleranz ist keine Geisteshaltung. Erst recht nicht für Gentlemen." Bleibt zu wünschen, dass viele diesem Beispiel folgen, das hoffentlich seine Wellen schlägt und es vermag, solch biederen Politikern keine Basis für ihre längst überholte, homophobe Einstellung zu bieten.

 

Die komplette Geschichte findet ihr natürlich auf der GQ-Homepage oder bei "Enough is Enough."

 

 

    AUTHOR:
    MIKA

    8 out of 10 cats say she's funny as hell.

    So Kinder, das hier ist Mika (aka Lilly Rocket). Das Fräulein ist irgendwas über zwanzig, halbe Finnin und als sie klein war, wollte sie später Seeräuber werden. Aus den Abenteuern auf hoher See wurde leider nichts und so gilt ihre Liebe heute essenziell wichtigen Dingen wie Mode und Mädchenkram, Reisen und trashigen Analogfotografien, Burgern und Eiscreme, Luftballons und Seifenblasen.