Jahresrückblick 2013 | Lola

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Lang und intensiv habe ich darüber nachgedacht, wie man ein Jahr wie das vergangene zurückblickend am besten zusammenfassen und charakterisieren könnte. Bei dem Versuch, meine Gedanken dann zu ordnen und zu einem knackigen Resümee zu gelangen, bin ich kläglichst gescheitert. 2013 war schlichtweg zu viel los, zu facettenreich. Außerdem komme ich ungern schnell auf den Punkt. 365 Tage voller Schlüsselmomente, toller Erfahrungen und Albernheiten. Diese habe ich mit Abstand am ausdauerndsten auf Instagram dokumentiert. Ein Rückblick in Instagram-Manier biederte sich mir deswegen geradezu an und das auch, um meinem durch Freunde verliehenen, ironisierten Titel "Social Media-Expertin" gerecht zu werden - man ist ja immer öffentlich und so, hm. Wenn man schon auf Twitter versagt, muss man eben andere Fähigkeiten hervorheben. Instagram kann ich immerhin ganz gut. Und weil ich auch minimal Humor besitze, habe ich meinen prallen Jahresrückblick nicht nur mit Fäshion gefüttert, sondern auch mit Musik, Random Facts und anderen Kuriositäten. 

 

Januar

 

 

Ein weißer Januar erscheint mir derzeit genauso grotesk, wie die Tatsache, dass all das bereits ein ganzes Jahr her ist. Das SM-Team war mittendrin im Schnee - bei der Berliner Modewoche. Meine Nerven lagen aufgrund des bevorstehenden Interviews mit der bezaubernden Malaika Raiss blank, danach war alles besser. 

 

Das habe ich 2013 gelernt: Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit. Klappt immer, merkt niemand.

 

 

Februar

 

 

Viel Spannendes ist aufgrund des anhaltenden Winters hier nicht passiert, deswegen zaubere ich Kaninchen aus dem Bildarchiv. Damit der #cutefactor auch passt.

 

Das Motto des Jahres: Noch einmal ist keinmal. 

 

 

März

 

 

Wuäh. Im März bin ich umgezogen, was ich schätzungsweise nie wieder in meinem Leben tun werde... wenn es sich nicht irgendwie verhindern lässt. Außerdem wurde zum ersten Open Air des Jahres getanzt. 

 

Der schönste Modetrend 2013: Pastellfarben. Für Farbmuffel und Colour-Blocking-Hasser wie mich ein wahrer Lichtblick und die Lösung für zurückhaltende Farbexperimente. Wer möchte außerdem nicht wie ein riesiges Bonbon aussehen?

 

Die schönste Kollektion 2o13: Die Ready-To-Wear Kollektion für SS14 von Burberry Prorsum. Nicht zuletzt wegen der Liaison von Pastellfarben und Transparenz.

 

 

April

 

 

Im April zog ich unlustige Visagen mit silbernen Luftballons, verbrachte meine Nacht mit wechselnden Kuschelpartnern Kuscheltieren und lernte drei großartige junge Damen kennen. Wir gründeten eine Gang. Momentan sind wir damit beschäftigt, unser Leben in einer Serie namens "Sex and the City" "Gossip Girl" "Girls" zu verfilmen. 

 

Die beste Serie 2013: "Downton Abbey". Nennt mich kitschig, I can handle that. 

 

 

Mai

 

 

In diesem Monat musste ich erkennen, dass die Arbeit in einer Musikredaktion durchaus mein Ding ist. Leider hatte ich mich im Medium vertan - Radio klingt besser ohne mich. Ich entschied mich deswegen für eine Karriere als Wookie. 

 

Der Song 2013: Ganz klar, "I Couldn't Care Less" von Leslie Clio. Passender geht nicht. 

 

 

 

Juni

 

 

Dieses Bild fällt aus dem (Instagram-)Rahmen und das ganz gewollt. So unspektakulär und öde es aussehen mag, so schön sind doch die Erinnerungen, die damit einher gehen. Ich möchte beinahe behaupten, die besten des Sommers. 

 

 

Juli

 

 

Der mit Abstand am vollsten gepackte Monat des Jahres. Das SM-Kompetenz-Team feierte (Re)Union auf der Berliner Fashion Week, drei von uns düsten kurz danach zum MELT! und verlebten dort wirklich großartige & großartigen Menschen geschuldete Stunden. Darauf folgte die bitterste Woche des Jahres. Und ich spendiere ein weitgehend ungesehenes Foto einer "schwangeren" Lola. #pregnantfortenminutes

 

Der schönste Moment 2013: Da gibt es mehrere. Vor allem jene, in denen mich ein durch Mode oder Musik verursachtes Glückgefühl vollkommen mitriss und mich alles um mich herum vergessen ließ. Oder einfach, wenn ich im Sommer auf meinem Klapprad durch die Dunkelheit düste. Wenn man mich fragt: Es gibt nur sehr wenige Dinge, die besser sind, als nachts Rad zu fahren. 

 

 

August

 

 

Ich habe eine Schwäche für Katzen und Katzenzungen. Bringt man beides zusammen, wird es absurd. Wikingerhelme in Kopenhagen zu tragen, geht dafür klar. #mutzurhässlichkeit

 

Bester Trip 2013: Eindeutig Kopenhagen - die Stadt, die Menschen, die Mentalität, das Stilbewusstsein, die Mode. Dorthin könnte ich gut und gerne auswandern.

 

 

September

 

 

 

September war ungewöhnlich warm und sonnig, vor allem an dem Wochenende, an dem Berlin einmal mehr unsicher gemacht wurde. Außerdem gab ich einem gewissen Mister Joyce eine zweite Chance. 

 

Buch des Jahres: "Ulysses" von James Joyce. Ein harter Brocken, das mich das ganze Jahr über begleitete. Eine Hassliebe. Viele andere Bücher wurden verschlungen, keines war aber so permanent gegenwärtig wie dieses.

 

 

Oktober

 

 

Hier wird man Zeuge außerordentlicher, grafischer Begabung mit dem Filzstift. Außerdem weiß ich seit Oktober endlich, wo ich meinen "Tecno" im "Baugette" bekomme - so wie ich ihn am liebsten mag. 

 

Bestes Album des Jahres: Das kam Ende Oktober von Arcade Fire. Als der Albumstream auf YouTube einen Abend vor dem offiziellen Release die Runde machte, war ich dadurch kurzzeitig aus dem Verkehr gezogen. 

 

 

 

November

 

 

Vom Leben und Sterben der Space Dragons. Denn NEIN, es waren keine Schwäne und JA, wenn wir eine Party schmeißen, sieht das manchmal auch ein bisschen wie Kunst aus. 

 

 

Dezember

 

 

Unspektakulär. Knöchel verstaucht. Heimat. Weihnachten. Silvester. Neues Jahr. Fun Fact: Ich besitze die gleiche Brecht-Ausgabe wie HGW XX/7 aus "Das Leben der Anderen". 

 

Das war das Jahr 2013 also für mich. Ein tolles Jahr. Ein Fazit bleibt wie versprochen aus, ist ohnehin alles Schnee von gestern. Pathetische Wünsche für 2014 verkneife ich mir auch, wird schon. Cheers. 

 

    AUTHOR:
    LOLA

    Modemädchen durch und durch.

    Minimal Chic und New Sports ist ihr Metier, über Normcore und andere Phänomene der Mode kann sie nickend Romane erzählen und trotz Totalausfall beim Anblick der neuesten Laufstegbilder und Lookbooks ist die Dame nicht auf das Köpfchen gefallen. Lola liebt Kopenhagen und Kafka, hat eine Schwäche für Männermode und Musikhits, ist aber auch für Kunst und Kitsch zu haben.