Doku-Tipp: "God Save My Shoes" @ ARTE

sandra
|
Arte beschäftigt sich mit der wohl größten Schwäche einer Frau.
Bild via arte.tv

Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ein Schuh-Kauf überhaupt nichts bis wenig in mir auslöst. Ich besitze genau drei Paar Schuhe, die ich im Alltag trage und es war sogar lange Zeit nur ein Paar, welches ich dann durchgetragen habe, bis die Zehen an den Seiten die Außenwelt begrüßten. Und dann war er da, der Zeitpunkt, als ich mich dringend nach einem neuen Schuh umsehen musste, erntete von den Fachverkäuferinnen aber nur entsetzte Blicke, schließlich muss ich als Frau doch eine riesige Auswahl an Schuhwerk haben, sodass es gar nicht so weit kommen muss. Es soll sie ja geben, ich sehe es ja oft genug im Fernsehen oder im Bekanntenkreis, diese Frauen, die Schuhe als ihre „Babys“ bezeichnen und so viele Modelle besitzen, als wären sie in Wirklichkeit Tausendfüßler. Davon sieht dann mindestens die eine Hälfte identisch aus und die andere Hälfte wird niemals angezogen. Mich fasziniert dieses Thema aber trotzdem, diese Leidenschaft, die Frauen für High-Heels aber auch viele Männer für ihre riesige Sneakers-Sammlung aufbringen können. Vielleicht ist so ein Schuhkauf ja auch 'ne sichere Nummer, weil ein Modell immer passt, dich nicht fett aussehen lässt und keinen Heulkrampf in der Umkleidekabine verursacht? Das ist zumindest die Theorie der lieben Nike von This Is Jayne Wayne und ich finde, dass dies eine ziemlich logische Erklärung für das Phänomen Schuh-Wahnsinn ist.

 

Die Doku God Save My Shoes, die momentan in der Arte-Mediathek zu sehen ist, geht dem Wahnsinn mal genauer unter die Lupe und lässt neben fanatischen Sammlerinnen aber auch Historikerinnen, Psychologen und die Designer selbst zu Wort kommen. Sehr aufschlussreich und ebenfalls ziemlich unterhaltsam, bringt mir die Leidenschaft für Schuhe aber trotzdem nicht näher, denn das hat selbst Sex and the City nicht geschafft und oh ja, ich bin ein großer Fan (aber vielleicht eher wegen der Männergeschichten).

 

Zur kompletten Dokumentation geht es hier entlang: Klick!

 

    AUTHOR:
    SANDRA OLYSLAGER

    Die verbale Inkontinenz.

    Mal angenommen, man müsste Sandra in einer Sendung wie „Ruck Zuck“ beschreiben, die Leute würden ihren Vordermann anticken und Sachen sagen wie „intellektuell exhibitionistisch und fuckin' emotional“, man würde sofort erraten wer hier gemeint ist. Seit bereits drei Jahren treibt sie sich im Internet als Bloggerin herum und hat es bisher nicht einen Tag bereut.