COS AW 13/14

laura
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fashion
Von rundlich bis androgyn
Bilder via PR

 

Jajaja...von Winter wollen wir allmählich wirklich nichts mehr hören und schon gar nicht spüren. Es wird Zeit für den Frühling, ein paar wärmende Sonnenstrahlen auf der Haut und mindestens eine Schicht Kleidung weniger. Doch leider bleiben Schnee und Kälte in diesem Jahr hartnäckig. All die schönen Frühlingskleider fristen ihr Dasein im Schrank, stattdessen stülpen wir uns allmorgendlich Wollpulli und Wintermantel über.

 

Kaum verwunderlich also, dass wir da schon wieder einen Blick auf die kommenden Herbst-/Winterkollektionen wagen. COS präsentiert uns für die kommende Saison vor allem einen Trend, der sich bereits überall auf den Laufstegen der Modewochen abgezeichnet hat: Der Fokus liegt auf einer Dekonstruktion der weiblichen Silhouette. Zum einen bauschen weit geschnittene Pullover mit voluminöser Schulterpartie den Oberkörper rundlich auf. Dazu kombiniert werden kontrastierend schmal geschnittene Slit-Pants. Zum anderen schafft ein Lagenlook aus gerade geschnittenen Jacken, Oberteilen und Midi-Röcken eine androgyne Form, bei der die Taille allenfalls noch angedeutet ist.

 

Turtleneck und hochgeschlossene Hemdkragen komplettieren die vermeintlich brave Optik schließlich. Die Farben bleiben gedeckt. Verschiedene Grüntöne dominieren und flirten mit grau, schwarz, weiß und gedecktem Mint. Ob der Trend zum aufgeplusterten Oberkörper letzten Endes tragbar ist, wird sich wohl erst in der Umkleide zeigen. Aber wieder einmal ist es den Kreativköpfen der kleinen H&M-Schwester in bester COS-Manier gelungen eine Kollektion zu entwerfen, die herrlichen Minimalismus mit absolutem Trendgespür vereint. Und so schimmert bei aller Androgynität am Ende trotzdem immer irgendwie ein Hauch Weiblichkeit durch.

 

 

 

 

    AUTHOR:
    LAURA SODANO

    Lebe lieber ungewöhnlich.

    Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par Exellence klingen mag, ist für sie selbstverständlich. Die Dame, die mindestens so gerne und schnell redet, wie sie denkt, sprudelt nur so vor kreativem Kopfchaos, von dem ihr Umfeld selten verschont bleibt. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit pointierter Artikulation ihre Waffe. Schokolade ihr Laster. Bei Mode und Literatur setzt ihr Verstand nur zu gerne aus.