Outfit | Skandinavisch, Lässig, Schlicht

laura
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SM goes Outfits.

Knapp drei Wochen ist es schon wieder her, dass die liebe Lilly und ich mit haufenweise modischer und anderweitiger Eindrücke im Gepäck aus dem Berliner Modetrubel zurückgekehrt sind und längst ist noch nicht alles auf Supreme Mag untergebracht. Mit dem heutigen Mitbringsel erwartet euch nun auch gleich noch eine thematische Neuerung auf unserer kleinen aber feinen Seite. Denn ab sofort werden wir SM-Girls euch regelmäßig unsere Outfits um die Ohren hauen und euch so (hoffentlich) mit der ein oder anderen Inspiration für den nächsten Gang zum Kleiderschrank versorgen. 

 

Los geht´s, wie bereits erwähnt, mit einem Look direkt aus dem Berliner Modedschungel. Unter dem Motto "Mode kann auch bequem" habe ich an Tag 3 der Fashion Week zwei meiner aktuellen Lieblingsstücke aus dem Schrank ausgeführt und dabei gleichzeitig versucht, müde Füße, tropische Temperaturen und einen gewissen Anspruch an das eigene Äußere unter einen Hut zu bringen— spätestens mit eingeschränkter Auswahl im Koffer durchaus ein kniffliges Vorhaben. Das Ergebnis: Eine schlichte, skandinavisch angehauchte Kombi, die vor allem durch die weiten Schnitte ein wenig Spiel in die Silhoeutte bringt, ohne dass ich nach ein paar Stunden das Gefühl gehabt hätte, verkleidet zu sein. Und das ist spätestens an einem Tag, an dem es haupsächlich um Mode geht, schon einmal die halbe Miete. Eine weiße Bluse gilt ja prinzipiell als Basic, das in keinem gut sortierten Schrank fehlen sollte. Schließlich kann man das klassische Stück sowohl zum nächsten Bewerbungsgespräch als auch beim ersten Besuch bei den zukünftigen Schwiegereltern bedenkenlos tragen. Die Variante von COS kommt in leicht abgewandelter Optik daher, was dem Ganzen einen etwas lässigeren Touch verleiht. Ohne Kragen in leichter A-Form geschnitten, ist die Bluse nicht nur herrlich bequem, sondern lässt sich auch problemlos an wärmeren Tagen ausführen. (Ich habe es sozusagen für euch getestet.)

 

 

Bei der Culotte handelt es sich dagegen um eines der Trendstücke des Sommers, dessen Suche sich zugegebenermaßen nicht ganz so einfach gestaltet hat. Nachdem die Frage nach der Farbe relativ schnell auf Weiß, Schwarz, Rosè und Dunkelblau eingegrenzt und schließlich zugunsten von Marineblau entschieden war, schien vor allem die Frage nach dem "woher bekommen" ein ziemlich knackiges Rätsel. Culotte ist nun einmal nicht gleich Culotte. Und jeder, der in seinem Leben schon einmal eine Hose gekauft hat, wird wahrscheinlich wissen, wovon ich spreche. Das Ding muss sitzen, da führt kein Weg daran vorbei. Das ist auch bei einem verhältnismäßig weit geschnittenem Beinkleid nicht anders. Onlineshops können mit Hin- und Rückversand schnell zum logistischen Nervenkrieg werden, ganz zu schweigen von den unnötigen Unkosten, die das Prozedere selbst verursacht. Der Besuch in diversen Frankfurter Bekleidungsgeschäften zeigte dagegen schnell, dass sich die Auswahl, vor allem die bezahlbare, doch stark in Grenzen hält. Als ich dann schließlich fast schon nicht mehr damit gerechnet habe, ist mir samt Rabatt dann doch das passende Modell auf ASOS entgegen gesprungen und bereits beim ersten Probetragen vorm heimischen Spiegel war klar, diese Hose ziehe ich so schnell nicht wieder aus. Manchmal lohnt es sich eben doch zu warten, bis die Dinge zu einem selbst kommen. 

 

Wenn das Outfit selbst eher schlicht ist, setzen viele zum Kontrast auf auffälligen Schmuck. Ich persönlich, bin einfach kein Fan von übermäßigen Bling Bling und bleibe mir auch auf während der Modewoche diesbezüglich treu. Zwei dezente Ringe, die praktische Casio im Retrolook als goldene Highlights. Dazu die Lieblingssandalen von H&M Trend, die binnen einer gefühlten Minute komplett ausverauft waren, sowie ein geräumiger Shopper in Nude, ein Saleschnapper von & other Stories vom Tag zuvor, fertig ist der Look und die Dame auch bei 30 Grad gewappnet für den Modemarathon. Und spätestens, wer sich nun noch einmal die Labels der einzelnen Stücke überfliegt, wird erahnen, was es mit dem "Skandinavisch" auf sich hat. 

 

 

 

 

 

 

Bluse: COS (ähnliches Modell hier)| Culotte: ASOS (ähnliches Modell hier) | Sandalen: H&M (ähnliches Modell hier) | Tasche:  & other Stories | Uhr: Casio via Urban Outfitters | Ringe: H&M

    AUTHOR:
    LAURA SODANO

    Lebe lieber ungewöhnlich.

    Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par Exellence klingen mag, ist für sie selbstverständlich. Die Dame, die mindestens so gerne und schnell redet, wie sie denkt, sprudelt nur so vor kreativem Kopfchaos, von dem ihr Umfeld selten verschont bleibt. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit pointierter Artikulation ihre Waffe. Schokolade ihr Laster. Bei Mode und Literatur setzt ihr Verstand nur zu gerne aus.